Archiv für den Monat: Dezember 2011

Ein Jahr geht zu Ende

Hallo meine lieben Blogleser,

ich wünsche euch heute schon ein mal einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2012 alles erdenklich Gute. Bleibt vor allen Dingen gesund und von schweren Stürzen und/oder Verletzungen verschont.

557252_original_R_K_B_by_Tom Kleiner_pixelio.de-800
Foto von: www.pixelio.de

Einen Rückblick auf 2011 erspar ich mir an dieser Stelle, dafür bin ich viel zu froh, das dieses sch… Jahr endlich rum ist.

Allerdings möchte ich euch mitteilen, dass es hier in der nächsten Zeit weiterhin so ruhig bleiben wird wie in den letzten Wochen, bzw. auch gar nichts passieren wird. Warum ? Zum einen werde ich Anfang Januar schon wieder operiert. Der Verdacht hat sich bestätigt, ich habe einen recht großen Narbenbruch unter der Narbe am Bauch. Die OP wird zwar ambulant gemacht, aber mir ist noch völlig unklar wie es danach weiter geht. Außer das ich wieder mindestens 2-3 Wochen nach der OP außer Gefecht gesetzt bin und hier zu Hause rum hängen muss, weiß ich nur noch das ich mich dann weiterhin noch mindestens 3 Monate schonen muss. Ob und wie ich Sport machen kann und darf steht noch in den Sternen. Meine berufliche Wiedereingliederung werde ich zwar beginnen, aber durch die OP nicht zu Ende bringen können. Der ganze Mist geht also wieder von vorne los. Diesmal noch damit begleitet, dass ich mich mit ner Menge Papierkram (Rentenversicherung, Krankenkasse usw.) rumschlagen muss.

Und da mich dieser erneute Rückschlag psychisch sehr belastet, werde ich mich aus dem “Online Leben” vorerst zurück ziehen, um im realen Leben Kraft zu schöpfen um das ganze durch zu stehen und weiter zu machen. Wer weiß, evtl. muss/sollte ich mir sogar neue Ziele und Hobbys suchen. So wie ich mir das in der Reha für 2012 ausgemalt habe, von wegen wieder arbeiten gehen, mich langsam sportlich wieder aufbauen usw. wird es leider nicht funktionieren.

Das hört sich jetzt evtl. sehr resignierend an, ist es auch ein Stück weit. Im Moment weiß ich aber einfach noch nicht anders mit der Situation um zu gehen, wie alles auf mich zu kommen zu lassen und zu hoffen, dass es doch alles schneller vorbei geht als gedacht. Wobei meine Erfahrungen mir da ja was anderes sagen.

Ganz aufhören mit dem Bloggen werde ich aber sicher nicht. Dazu kenne ich mich zu gut. Sobald es wieder was positives zu berichten gibt, werdet ihr von mir hören / lesen.

Bis dahin wünsch ich euch alles Gute

Euer

Gehört dazu :-)

Ich wünsche allen meinen

Lesern, Freunden, Verwanden, Bekannten usw. usw.

ein wunderschönes Weihnachtsfest.

Mögt ihr es so erleben können wie es euch am liebsten ist.

Ruhig, Laut, Alleine, in Familie, bei-mit Freunden,

Unterwegs, Zu Hause, o.ä.

ganz egal,

Hauptsache es ist so wie ihr es Euch vorstellt!

PS: Geschenke sind zwar nicht das wichtigste,

aber wenn schon, dann hoffe ich,

dass die RICHTIGEN für Euch unter dem Baum liegen :-)

Kleines Blogproblem

Z.Z. herrscht hier auf meinem Blog ein Problem mit der Bildanzeige. Wenn ihr auf ein Bild/Foto klickt bekommt ihr es 2mal hintereinander angezeigt und müsst mehrfach klicken um wieder zur normalen Ansicht zu kommen. Ich bitte dies zu entschuldigen. Ich arbeite an dem Problem.

Nachtrag: Und schon gehört das Problem auch der Vergangenheit an. Lag an einem Update des für die Bildanzeige verantwortlichen WordPress Plug-In`s Fancybox. Die neue Version funzt wohl auf meinem Blog nicht so wie sie sollte :-)

Zurück und wie es weiter geht

Jetzt bin ich schon eine ganze Woche wieder zu Hause und hatte bis heute noch gar keinen richtigen Trieb zum bloggen. Das mag daran liegen, dass ich die Zeit gebraucht habe um mich zu Hause wieder ein zu Leben. Hört sich vielleicht komisch an, aber ich hatte mich so an die Zeitgestaltung in der Reha gewöhnt und dort sehr nette Menschen kennen gelernt mit denen ich viel Zeit verbracht habe, und dann kommt so mir nichts dir nichts ein Break und man muss seinen Alltag wieder alleine und selbstständig gestalten. Das viel mir ehrlich gesagt etwas schwer.

Zum anderen mag es daran liegen, dass ich mich mit der Tatsache beschäftigen musste, dass ich doch noch mal unters Messer, sprich operiert, werden muss. Ich habe einen s.g. Narbenbruch. Ist zu vergleichen mit einem Leistenbruch, nur bei mir eben unter der Narbe am Bauch. Da muss jetzt ein Netz rein und dann heißt es wieder schonen. Nichts schweres Heben, Bauchbandage tragen und aufpassen ohne Ende. Wie das mit Sport aussieht weiß ich noch nicht. Hab morgen erst den Termin bei meinem operierenden Arzt.

Ihr seht also, zur Ruhe und richtigen Genesung komm ich noch nicht. Zum Glück hab ich in der Reha wieder mal gelernt mit so was besser um zu gehen, so dass ich ganz zuversichtlich ins neue Jahr schaue. Auch das wird wieder werden.

Meine, für den 2. Januar geplante, berufliche Wiedereingliederung werde ich aber trotzdem so gut es geht in Angriff nehmen. Ich werde sonst nur wieder damalig im Kopf wenn ich noch länger alleine zu Hause rumhängen muss ;-)

Kleine Notiz am Rande: Mittlerweile denk ich ab und an drüber nach meinen Blog wieder umzubenennen. Schließlich schreib ich ja mehr über mein Genesungsphasen nach Stürzen wie über meine sportlichen Aktivitäten an sich. Aber nein, das wird sich ja auch wieder ändern. Bleibt also alles wie es ist :-)

Mit Mountainbike Touren einfach mehr erfahren

Das Schöne an einer Mountainbike Tour ist die Möglichkeit, zu einem Teil der Natur zu werden. Man ist kein Fremdkörper mehr, sondern bewegt sich über Wiesen, Felder, durch den Wald und in bergigem Gelände. Ob die Zeit im Freien gemütlich oder sportlich gestaltet wird, entscheidet jeder nach seiner eigenen Fasson. Hohe Anforderungen an die Fahrtechnik und die Kondition erlauben dem Fahrer das Erleben von Herausforderungen bei den Anstiegen sowie eines Geschwindigkeitsrausches bei den meist folgenden Abfahrten. Die gemütliche Variante hingegen ermöglicht dem Fahrer ein reueloses Wahrnehmen der Umgebung. Wer sich nach wenigen gefahrenen Kilometern an einen See setzt, um die Sonne zu genießen, wird kaum von einem schlechten Gewissen geplagt sein.

Mountainbike Touren üben auch in der Gruppe besondere Reize auf die Teilnehmer aus. Kleinere Raddefekte oder Wetterumschwünge sind selten vorhersehbar, lassen aber aus einzelnen Fahrern ein Team werden, das gemeinsam eine tolle Zeit in der Natur erleben kann. Kaum eine Sportart bietet so viele Variationen wie das Radfahren. Hindernisse durch die eigene Muskelkraft zu überwinden, konzentriert auf die unterschiedlichen Situationen zu reagieren und ein tolles Wechselspiel aus Ruhe und Spannung zu erleben, macht diesen Sport so faszinierend. Ob im Sommer bei warmen Temperaturen oder mit Schnee im Winter – klaglos wird jede vorgefundene Situation und somit auch die eine oder andere Herausforderung angenommen. Die Ausfahrten orientieren sich grundsätzlich an Leistungsvermögen und technischem Können.

Gerade wer auf der Suche nach einem neuen Hobby ist und sich gerne in der Natur bewegt, findet einen leichten Einstieg in diese Sportart. Zusammen mit einem professionellen Guide erkundet man die Umgebung, sammelt erste Erfahrungen und lernt, worauf zu achten ist. Generell sollte bedacht werden, dass jede Mountainbike Tour gut vorbereitet werden sollte. Gerade wenn man sich in einem Gelände bewegt, das von Mensch und Material einiges abverlangt, ist ein regelmäßiger Service des Rades unersetzbar in puncto Sicherheit.

Halbzeit

Heute bzw. Morgen ist schon die Hälfte meiner Reha rum. Zeit für ein kleines Zwischenfazit.

- Es hat sich gelohnt her zu kommen.
- Mit den Therapien und der Klinik an sich bin ich sehr zufrieden.
- Ich hatte bisher gute, sehr gute und ab und an auch schlechte Phasen.
- Ich habe ein paar sehr nette Leute kennengelernt und schon viel zum
  Lachen gehabt
- Die Schmerzen werden weniger und vor allen Dingen aushaltbarer

Aber das allerwichtigste:

Ich lerne Demut und Dankbarkeit!!!

Demut vor mir und meinem Körper.

Demut vor dem was ich alles mitgemacht habe und

Demut vor den kleinen Dingen des Lebens, die oftmals wichtiger sind als die großen, schnellen und weiten.

Im Klartext bedeutet das, dass ich lerne nicht mit Gewalt wieder dahin kommen zu wollen, wo ich mal war, sondern meine derzeitige Situation versuche anzunehmen und langsam meine Belastbarkeit wieder zu steigern. Im Moment ist es vorrangig wichtig mich körperlich nicht zu viel zu belasten, sondern mich wieder mit anderen Dingen zu beschäftigen. Körperlich sollte bei mir gerade das Motto gelten: Weniger ist Mehr.

Und obwohl ich einen gewissen Erfolg durch diese Strategie bemerke, fällt es mir teilweise extrem schwer mich daran zu halten. Gerade wenn mir viel durch den Kopf geht, oder wenn ich leichten Sport mache und dabei merke wie gut mir das tut. Dann gehen ab und an doch wieder die Pferde mit mir durch. So wie z.B. am Freitag: da war ich mit ein paar anderen Patienten eine kleine Runde Walken. Aber anstatt nach der Runde zu sagen: “Das tat gut, langte aber für heute”, hing ich noch ein paar Kilometer laufend hinten dran. Das Ergebnis davon: der Kopf war klar und frei, aber einen Tag später hatte ich wieder vermehrt Schmerzen im Fuss und war/bin extrem platt.

Aber wenigstens hab ich dadurch begriffen, warum ich es in den letzten Wochen zu Hause noch nicht geschafft habe wieder hoch zu kommen. Ich wollte gleich zu viel. Ich bin zwar noch recht fit, was das Belastungs-EKG ja gezeigt hat, aber es langt noch nicht für eine dauerhafte Belastung im erhöhten Pulsbereich. Meine Ärztin hier hat mir ja eigentlich ein Pulslimit von 115 auferlegt. Das finde ich jetzt persönlich etwas zu vorsichtig. Aber so ein Pulslimit scheint für mich trotzdem ne gute Sache zu sein. Daher werde ich, wenn ich wieder zu Hause bin, versuchen meine Aktivitäten in einen Pulsbereich von 120 – 140 zu halten. Und dies erst zu steigern wenn ich diesen Bereich ohne große Rückschritte auf längere Zeit schaffe. Somit ist ne Einheit auf der Rolle oder dem Ergometer bei der man das Gefühl hat gar nicht treten zu müssen doch ne feine Sache ;-)

Dankbarkeit davor, dass ich noch da bin, das ich das alles (die schönen wie die schlechten Dinge und Gefühle ) noch er- und durchleben darf.

Dankbarkeit dafür, dass ich die Chance habe wieder neu zu lernen mit meinem Körper um zugehen.

Dankbarkeit dafür, dass ich wieder zurück kommen darf, das ich irgendwann  wieder die Möglichkeit habe Höhen- und Kilometer zu schrubben ohne Ende und dabei den Spaß erlebe kann, der mir am Mountain Biken so gut gefällt und gut tut.

Und ich werde alles dafür tun diese Chance zu nutzen!
Egal wie lange es dauern mag !!! :-)